So hilft die
Stiftung Dianiño

Die Stiftung Dianiño hilft Kindern und Jugendlichen mit Typ 1 Diabetes in ganz Deutschland schnell, kostenlos und unkompliziert! Hierfür steht uns deutschlandweit ein Netzwerk von mehr als 250 Dianino-Nannies und Nannos zur Verfügung. Diese arbeiten in Absprache mit dem betreuenden Kinderdiabetologen bzw. Diabetes-Team und helfen bei Krisen, Problemen und Notfällen im direkten Umfeld des Kindes bzw. Jugendlichen.

Seit 2006 haben wir mehreren tausend Kindern und Jugendlichen direkt geholfen.

 

Konkret helfen wir in folgenden Situationen

Unterstützung nach der Diagnose, zum Einfinden in die neue Lebenssituation.

Bekommt ein Kind die Diagnose Diabetes Typ 1 wird von heute auf morgen das komplette Familienleben auf den Kopf gestellt. Nicht immer ist es für die Eltern und Kinder einfach sich in die neue Lebenssituation einzufinden. Oft begleiten die Eltern viele Ängste und Sorgen. Der neue Alltag stellt viele Familien vor neue Herausforderungen, die sie nicht immer allein meistern können.

 

Hier hilft die Kinderstiftung Dianiño. Nach Rücksprache mit dem Diabetes-Team kann eine Dianiño Nanny der Familie für eine gewisse Zeit zur Seite gestellt werden. Die erfahrene Dianiño Nanny unterstützt die Familie beim Einleben in die neue Lebenssituation und hilft so, dass Eltern und Kinder schnell wieder in einen „normalen“ Alltag mit der Erkrankung zurückfinden können.

 

» Fallbeispiel:

Marie erkrankte im Alter von 3 Jahren an Diabetes Typ 1. Der Vater kam emotional nicht mit der neuen Situation und der Diagnose der Tochter zurecht. Die Mutter hatte sehr viele Unsicherheiten und Ängste im Umgang mit der Erkrankung. So traute sich die Mutter nicht, bei ihrem Kind den Blutzucker zu messen oder das Insulin zu spritzen. Die Eltern hatten sehr große Angst vor der Situation zu Hause. Um die Familie bestmöglich zu unterstützen, begleitete eine Dianiño Nanny (selbst betroffene Mutter) die Eltern bereits während der Einstellungsphase im Krankenhaus und im Anschluss zu Hause im familiären Umfeld.  Unsere Dianiño Nanny unterstützte die Eltern so lange, bis sie ihre anfänglichen Ängste und Unsicherheiten ablegen konnten. Sie trauten sich nach dem erfolgreichen Nanny-Einsatz zu, die Diabetestherapie ihrer Tochter selbstständig durchzuführen.


Schulung von Lehrern, Betreuern, Verwandten des Kindes.

Ein Kind mit Diabetes Typ 1 zu betreuen stellt viele pädagogische Fachkräfte vor große Probleme. Die neue Herausforderung wird oft von vielen Ängsten und Sorgen begleitet. Hier setzt die Hilfe von Dianiño an. Unsere gut geschulten Dianino Nannies gehen auf Anfrage direkt in die Schule / KiGa und führen dort spezielle, individuell auf das Kind zugeschnittene Diabetes-Schulungen durch. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass viele Unsicherheiten durch unsere Diabetes-Schulungen abgebaut werden.

 

» Fallbeispiel:

Kurz vor der Einschulung erkrankte Max mit 6 Jahren an Diabetes Typ 1. Bei der Schulanmeldung reagierten die zukünftigen Lehrkräfte erstmal etwas verhalten gegenüber Max und den Herausforderungen der Erkrankung im Schulalltag. Die Eltern fühlten sich mit der Situation und den Ängsten der Lehrer überfordert. Sie wollten den Lehrern eine Diabetes-Schulung anbieten, um so die Unsicherheiten und Wissenslücken in Bezug auf die Erkrankung zu schließen.

 

Die Schulung übernahm eine erfahrene Dianiño -Nanny. Sie konnte während der Schulung viele Fragen beantworten und die Eltern beim Gespräch mit den zukünftigen Lehrern von Max unterstützen. Durch die Schulung konnten viele Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden und Max zukünftige Lehrer trauten sich zu ihn im Schulalltag zu unterstützen. So konnte Max dem ersten Schultag positiv entgegensehen.


Überbrückung familiärer Notsituationen wie z.B. Krankheit, Tod oder Trennung.

Familiäre Notsituationen wie Krankheit, Tod oder Trennung können sich negativ auf den Diabetesalltag und die Diabetestherapie des Kindes auswirken. In diesen Belastungssituationen ist es wichtig, den Kindern schnell und unkompliziert Hilfestellung zu geben, um einer möglichen Diabetes-Entgleisung schon im Vorfeld entgegenzuwirken. Gerade in Extremsituationen sind viele Familien auf sich allein gestellt und fallen in eine Versorgungslücke. Diese Lücke schließt die Kinderstiftung Dianiño. Unsere Dianiño -Nannies gehen direkt in die betroffenen Familien und geben dort direkte Unterstützung in der Einhaltung der Diabetestherapie und stehen den Eltern, Kindern oder Jugendlichen als Gesprächspartner beiseite.

 

» Fallbeispiel:

Nina 3 Jahre, lebte gemeinsam mit ihrem Bruder bei ihrer alleinerziehenden Mutter. Die Mutter war schwerkrank und musste täglich anstrengende Bestrahlungstermine wahrnehmen. Nina wurde bisher ausschließlich von der Mutter versorgt und benötigt nun die Großeltern als Unterstützung. Diese sind jedoch sehr unerfahren und ängstlich im Umgang mit der Erkrankung. Um Nina und ihre Großeltern zu unterstützen wurde vom Diabetes-Team eine Dianino-Nanny angefordert. Unsere Dianino-Nanny ging direkt in die Familie und half den Großeltern bei der Diabetestherapie und stand als Gesprächspartnerin zu Verfügung. Durch den Einsatz unserer Dianino-Nanny wurden Ninas Großeltern immer selbstständiger im Umgang mit der Diabetestherapie und die Mutter konnte sich so sorgenfrei auf ihre eigene Therapie konzentrieren.


Hilfe bei seelischen Belastungen der Kinder/Jugendlichen, Geschwisterkinder und Eltern.

Seelische Belastungen der Kinder und Jugendlichen mit Typ 1 Diabetes können sich negativ auf die Diabetestherapie und den Diabetesalltag auswirken. Gerade in der Pubertät erleben die Jugendlichen vermehrt Gefühls- und Stimmungsschwankungen, die häufig zu einer fehlenden Krankheitsakzeptanz führen. Hier benötigen die Jugendlichen schnelle und unkomplizierte Hilfeleistungen. Aber auch die Eltern fühlen sich in dieser Situation oft hilflos und benötigen ebenfalls Unterstützung, um die durch die Akzeptanzprobleme hervorgerufenen Familienprobleme zu bewältigen. Hier kann eine Dianiño -Nanny erfolgreich der Familie zur Seite stehen, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

» Fallbeispiel:

Florian war 13 Jahre und lebte in sehr schwierigen Familienverhältnissen. Die Eltern lebten getrennt und Florian pendelte zwischen seiner Mutter und der neuen Familie seines Vaters hin und her. In der Patchworkfamilie seines Vaters fühlte sich Florian, außer von seinem Vater, von niemanden willkommen. Florian hatte bereits vor der Diagnose Diabetes Typ 1 eine Depression entwickelt, die durch die Erkrankung noch verstärkt wurde. Als Unterstützung zur intensiven ambulanten Betreuung Florians besuchte eine Dianiño-Nanny beide Familien. Sie half dabei, dass sich Florian und seine Familien mit der neuen Situation zurechtfanden und festigte Florians Platz in der Patchworkfamilie seines Vaters. Dies wirkte sich sowohl auf die Diabetestherapie als auch auf seine psychische Verfassung Florians positiv aus.


Förderung der Selbstständigkeit/Motivation der Kinder/Jugendlichen.

Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstständigkeit im Umgang mit der Erkrankung zu bestärken. Die Kinder / Jugendlichen müssen lernen selbstständig viele Dinge des Diabetesalltags allein zu meistern. Gerade in der Pubertät ist das oft ein sehr schwieriges Thema, an dem viele Familien oft verzweifeln. Häufig entwickelt sich in der Phase ein Akzeptanzproblem oder auch ein Schamgefühl gegenüber Freunden. Sie erleben bewusst, dass ihre Krankheit sie oft auch einschränkt und viel Selbstdisziplin verlangt. Jugendliche vernachlässigen in dieser Phase oftmals ihre Diabetestherapie was zu Entgleisungen und späteren Folgeschäden führen kann. Um aus dieser schwierigen Zeit wieder herausfinden, kann eine Dianiño -Nanny vom Diabetes-Team als Unterstützung angefordert werden.

 

» Fallbeispiel:

Ben 14 Jahre, hatte seit 4 Jahren Typ 1 Diabetes. Leider hatte er nach wie vor ein großes Akzeptanzproblem. Er wollte die Krankheit nicht wahrhaben und ignorierte alles, was mit Diabetes zu tun hat. Er verheimlichte seine Erkrankung vor seinen Freunden und in der Schule. In letzter Zeit manipulierte er häufig seine Blutzuckerwerte (Tagebuch) und spritze Insulin nur noch sehr unregelmäßig. Durch dieses Verhalten erleidet Ben mehrere schwere Überzuckerungen, was vermehrte Krankenhausaufenthalte zur Folge hatte. Die Eltern fühlten sich überfordert und wussten nicht wie sie Bens negatives Verhalten ändern könnten. Deshalb setzte das Diabetes-Team auf die Unterstützung unserer Dianiño -Nanny direkt in der Familie. In gemeinsamen Gesprächen mit Ben und der Familie, sprach unsere Dianiño-Nanny über Blutzuckerwert, Spritzplan, aber auch über mögliche Folgeschäden, die Bens negatives Verhalten hervorrufen könnte. Es zeigt sich, dass Ben die Ratschläge „von außen“ besser annahm und seitdem versuchte, seine Diabetestherapie wieder in den Griff zu bekommen. Er zeigte endlich mehr Interesse an seiner Therapie.


Eingliederungsshilfe in Kindergarten, Schule und bei dazugehörigen Aktivitäten.

Um Kindern und pädagogischen Fachpersonal der Einstieg in die neue Herausforderung zu unterstützen, kann im Bedarfsfall über Dianiño eine (Wieder-)Eingliederungshilfe angefordert werden. Für einen kurzen Zeitraum begleitet eine Dianino-Nanny das Kind in Schule / KiGa, um das Kind und das Betreuungspersonal aktiv vor Ort zu unterstützen und im Umgang mit der Erkrankung zu stärken. Diese Hilfsleistung ist auf einige Tage begrenzt und ist nicht auf eine dauerhafte Integrationshilfe ausgelegt.

 

» Fallbeispiel:

Nach der Diabetes Typ 1 Diagnose von Julia (4 Jahre) hatte das Personal des Kindergartens große Bedenken Julia wieder aufzunehmen. Julias Erzieherinnen hatten viele Vorurteile, Ängste und machten sich Sorgen, etwas falsch zu machen.
Auf Nachfrage des Diabetes-Teams kam eine Dianiño-Nanny zu speziellen Schulungen und Hilfestellungen für die erste Zeit mit in den Kindergarten. Mit jedem Besuch unserer Dianiño-Nanny bekamen Julias Erzieherinnen mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung. Sie lernten dabei alles was für den Kinderalltag mit Diabetes Typ 1 wichtig und notwendig war. Durch diese Hilfsmaßnahme bekam Julie die Chance auf eine unbeschwerte Kindergartenzeit.


Sonder-Projekt Zirkus-Aktion

Kinder mit Typ1 Diabetes erfahren durch ihre Krankheit im Alltag viele Belastungen und Einschränkungen. Mit dem Dianiño Zirkus-Tag soll es einmal genau andersherum sein. Die Krankheit ist quasi die Eintrittskarte für einen unvergesslichen Zirkustag.

Jahr für Jahr können ca. 60 Kinder einen Tag lang im Zirkus Charles Knie hinter die Kulissen blicken, mit Artisten in der Manege proben und die Zirkusaufführung anschließend aus der Loge genießen. Die Kinder erleben etwas ganz Besonderes und erfahren beiläufig, dass es viele Kinder mit Diabetes Typ 1 gibt. So stärkt der Dianiño-Zirkustag auf unterschiedliche Weise das Selbstwertgefühls der Kinder und macht zu guter Letzt auch einfach viel Spaß.

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  • Seit mehr als 15 Jahren lindert Dianiño das Leid der „kleinen Helden“ und gibt ihnen Perspektiven.
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