Erfüllte Hilfe durch Dianiño Diabetes-Nanny-Einsätze

Manuel, 4 Jahre alt
Bei Manuel wurde vor kurzem Diabetes neumanifestiert.Die Eltern wirkten völlig durcheinander und hatten unglaubliche Ängste, die Erkrankung war für sie ein Schock. Der Kleine feierte im Krankenhaus seinen vierten Geburtstag. Der Vater kam emotional schlecht mit der Situation zurecht, die Mutter traute sich nicht bei ihrem Kleinen Blutzucker zu messen und zu spritzen. Was den Eltern sehr geholfen hat war, dass ich als selbst betroffene Mutter mit ihnen gesprochen habe – sie konnten mir Dinge einfach besser glauben, weil ich sie selbst erlebt habe. Ich war mehrmals bei der Familie zuhause und habe sie bei der Behandlung und Versorgung des Kleinen unterstützt, bis sie Sicherheit gewonnen haben und sich das Ganze selbst mehr zugetraut haben.Sie waren dankbar über viele Informationen in jederlei Hinsicht und über meine vielen beruhigenden Gespräche mit ihnen. Die Eltern wirkten am Einsatzende wesentlich mutiger auf mich als am Anfang. Sie sahen die Zukunft nicht mehr  nur „schwarz“.

Simon,  3 ½ Jahre alt
Simon geht in den Kindergarten und nach der Feststellung des Diabetes hatte der Kindergarten große Bedenken Simon wieder aufzunehmen. Ich wurde zum Einsatz in den Kindergarten schickt, um die Erzieherinnen über den Kinderdiabetes zu informieren, sie zu schulen und ihnen in der ersten Zeit Hilfestellung zu geben bei der Handhabung und dem Umgang mit der Erkrankung während der Kindergartenzeit.

Die Erzieherinnen hatten viele Vorurteile, Ängste gegenüber der Krankheit und machten sich Sorgen, etwas falsch zu machen. Mit jedem meiner Besuche (gemeinsam mit Simon) bekamen die Erzieherinnen aber etwas mehr Selbstvertrauen im Umgang mit dem Kinderdiabetes, wie z.B.: wann darf/soll Insulin gespritzt werden, wann muss Traubenzucker gegeben werden,  wann soll man Unterzucker-Bekämpfung machen, ab welchem Blutzucker-Wert muss die Notfall-Spritze gesetzt werden,  Spritz- und Essplan vollständig mit KE-Berechnung vorbereiten usw. Einige Tipps haben wir gemeinsam bereits gleich schon umgesetzt – z.B. eine zweite Notfallbox im Speiseraum deponiert, damit die Erzieherinnen sofort darauf zurückgreifen können im Notfall. Ich konnte gut erkennen, dass die Erzieherinnen in den 10 Tagen meines Einsatzes viel gelernt haben und vor allem Selbstvertrauen im Umgang mit Simon und seiner Erkrankung bekommen haben.

Die Erzieherinnen waren sehr dankbar über meine Betreuung und Hilfestellung für ihn. Für Simon bedeutet es eine ab jetzt wieder fast unbeschwerte Kindergartenzeit und seine Eltern sind beruhigter und wissen nun, dass ihr Kleiner gut aufgehoben ist.

 

Jósep, 11 Jahre alt

Jósep lebt seit seiner Geburt in einer Pflegefamilie. Er hat seit knapp 4 Jahren Diabetes, leider hat er nach wie vor ein großes Akzeptanzproblem, er will seine Erkrankung einfach nicht wahrhaben und ignoriert sie so gut es geht - er versteckt sie vor seinen Freunden und verschweigt sie in der Schule. In letzter Zeit hatte Jósep seine Blutzucker-Werte  manipuliert und Insulin spritzen „vergessen“ - dadurch resultierten sehr schwere Überzuckerungen und häufige Krankenhausaufenthalte. Jósep hat ein schweres Päckchen zu tragen, Pflegefamilie, Migranten-Kind, beginnend pubertär und diesen blöden Diabetes.

Die Einsätze nutzte ich so, dass ich mit Jósep einige Alltagsabläufe so gestaltete, dass er selber mehr Verantwortung für den Diabetes übernehmen musste (ich entlastete auch dabei die Pflegemutter bei der Überwachung der Insulintherapie). Wir sprachen über die Blutzuckerwerte, Spritzplan, Insulindosisanpassung und auch mögliche Folgeschäden für ihn, wenn er so weiter macht. Jósep hat mir am Einsatzende versprochen zu versuchen, nun selber mit dem Spritzplan umzugehen, ich hoffe, er hält es durch.