Brief einer Mutter
Liebe Frau Pfaff, ich möchte mich recht herzlich bedanken, dass Schwester Elke zu uns nach Hause kommen durfte, um meinen Sohn Moritz zu betreuen und mich in die notwendige Versorgung einzuweisen. Schwester Elke ist für mich noch heute Tag und Nacht erreichbar. Ich bin ihr sehr dankbar, mir bei der Betreuung meines Kindes fürsorglich und hilfreich zur Seite zu stehen. Ich kann mit allen anstehenden Fragen zu ihr kommen, die sie stets fachlich verständnisvoll beantwortet. Wir sind sehr gut bei ihr aufgehoben.
Nochmals vielen, vielen Dank für Ihre Hilfe
Elias spürt das Licht der Sonne
Elias ist 16 Jahre alt und sehr traurig. Bis jetzt hat es das Leben nicht gut mit ihm gemeint. Als kleiner Junge sah er noch alles bunt. Doch nach und nach wurde es immer dunkler rund um ihn herum, bis er eines Tages fast blind war. Zusätzlich zu seiner Blindheit leidet er auch noch an Diabetes. Am Tag, als seine Klasse der Blindenschule auf Abschlussfahrt geht muss Elias wegen starken Blutzuckerschwankungen als Notfall in die Klinik.
Da Elias leider von seiner Familie keine Unterstützung, Hilfe oder Zuspruch bekommt, ist er überglücklich, als ihn einer unserer männlichen Unterstützer des Nanny-Projektes zu seinen Schulkameraden ins Schullandheim nachbringt, als es ihm nach zwei Tagen Krankenhaus-Aufenthalt besser geht.
Manuel kennt nichts anderes
Seit seinem 1. Lebensjahr ist Manuel zuckerkrank, er kennt nichts anderes als Essen abwiegen, Blutzucker machen, Spritzstelle aussuchen und dann spritzen - alles mit seiner Mama. Jetzt ist er 7 Jahren und auf einmal soll er alles alleine machen, denn seine Mama ist krank, seelisch krank, „kann einfach nicht mehr“ und muss sofort in eine Psychosomatische Klinik für einige Wochen. Papa ist total überfordert, weil es auch noch ein kleines Schwesterchen zu versorgen gibt. Unsere Nanny organisiert eine Pflegehilfe, schult diese zu Hause, und erstellt einen „Hilfeplan“ für Manuels Großmutter, die der Familie in dieser schweren Zeit zur Seite stehen will.
Das Schicksal schlägt noch einmal zu
Nicht genug dass der vierjährige Elias seit seiner Geburt an Trisomie 21 (Down-Syndrom) leidet, er erkrankt Anfang dieses Jahres auch noch an Diabetes. Er versteht nicht, warum er immer wieder gespritzt wird, in den Finger gepiekst wird um Blut zu holen und Essenszeiten einhalten muss - die Situation droht zu eskalieren, denn der Kleine wehrt sich verzweifelt gegen das Ganze. Eine Insulinpumpe könnte die Lage ein wenig entspannen, die Eltern fühlen sich aber damit im Alltag überfordert. Durch unsere Diabetes-Nanny können die Eltern in der häuslichen Umgebung die Bedienung der Insulinpumpe in aller Ruhe vertiefen und das Anlegen des Katheters mit Elias einüben. Die Diabetes-Nanny gibt dabei Sicherheit und hilft, bis die Eltern die Behandlung alleine sicher weiterführen können.
Auch schwere Zeiten gehen vorbei
Für Jasmin, 11 Jahre alt, beginnt das Jahr mit einem Schock, im Januar wird bei ihr die Zuckerkrankheit diagnostiziert. Ein schwerer Schlag für das Mädchen, dass ein Jahr zuvor die Mutter verloren hat und nun mit ihren Geschwistern vom Vater versorgt wird. Nach der Krankenhaus-Entlassung benötigt der Vater dringend Hilfe und so kümmert sich eine Diabetes-Nanny in der ersten schweren Zeit um das Mädchen und unterstützt den Vater im Umgang mit der Erkrankung seiner Tochter. Die Diabetes-Nanny informiert auch Jasmins Schule und den Klassenlehrer. Die Mitschüler von Jasmin zeigen sich sehr bemüht und die Diabetes-Nanny erklärte ihnen, wie sie Jasmin unterstützen können. Das erleichtert Jasmin den Wiedereinstieg in die Klasse und ihr Vater kann sie beruhigt weiter zur Schule gehen lassen.
Baby Jonathan mit „Anhang“
Jonathan bekam kurz nach seiner Geburt den neonatalen Diabetes. Der Umgang mit Jonathans Insulinpumpe und die ständigen Blutzuckermessungen stellt für die junge Mutter ein fast unüberwindbares Problem dar. Auch die immer währende Unsicherheit, bei ihrem Baby etwas falsch zu machen, belastet die betroffene Mutter sehr. Unsere Nanny ist hilfreich und beruhigend zur Seite, bis das junge Elternpaar sich sicher fühlt im Umgang mit der Erkrankung ihres kleinen Jonathan.
Klara`s Stofftier muss auch spritzen
Die kleine 7-jährige Klara empfindet ihre Zuckerkrankheit und vor allem das Insulinspritzen als Bestrafung für irgendetwas. Ihre Mutter hat große Angst, ihr Kind mit der Spritze zu „verletzen“ und zittert daher bei jedem Spritzen stark. Leider hat sie auch keinerlei Unterstützung von der restlichen Familie (Vater, Schwester, Oma), da diese alle von Klaras Erkrankung nichts wissen wollen. Unsere Nanny hilft der verzweifelten Mutter mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu bekommen. Mit Klara übt sie immer wieder an den Stofftieren das Spritzen und schön langsam akzeptiert das Mädchen ihre Zuckerkrankheit und vor allem die lebensnotwendige Behandlung.
Zwillingskind mit Einzelproblem
Kerstin ist 8 Jahre alt und ein Zwillingskind. Seit sie vor einigen Tagen zuckerkrank wurde, ist sie sehr traurig. Denn warum hat nur sie die Erkrankung bekommen und nicht auch ihre Zwillingsschwester?! Sie kann es nicht verstehen, nicht einsehen und deshalb verweigert sie das Spritzen. Ihre Mutter macht diese Situation sehr hilflos. Unsere Nanny, selbst betroffene Mutter, besucht mir ihrer eigenen Tochter die Familie. Kerstin stärkt es, dass auch ein anderes Mädchen Diabetes hat und nach einigen Treffen beginnt für die beiden Mädchen nicht nur eine schöne Freundschaft, sondern für Kerstin beginnt vor allem der erste Schritt zur Akzeptanz ihrer Krankheit.
Überforderter Familien-Alltag
Katja ist 10 Jahre alt. Ihre Mutter, mit der sie in extrem einfachen Verhältnissen lebt, ist schwer depressiv und somit mit der Erkrankung von Katja völlig überfordert. Daher sind die Blutzuckerwerte von Katja völlig chaotisch, was schwere Schäden befürchten lässt. Unsere Nanny besucht die Beiden zu Hause, betreut und versorgt das Mädchen viele Stunden täglich. Sie versucht, Katja einige wichtige Dinge rund um den Diabetes beizubringen, damit Katja ein wenig selbst auf sich und ihre Erkrankung aufpassen kann. Da das Mädchen aber leider auch noch zusätzlich schwer lernbehindert ist, kann sie nur sehr langsam einiges aufnehmen – doch unsere Nanny ist ihr mit viel Geduld hilfreich zur Seite.
Allein erziehend aber nicht allein gelassen
Konradin ist 9 Jahre alt und lebt mit seinem Papa ganz alleine. Dieser ist sich mit der Erkrankung seines Sohnes sehr unsicher, bemüht sich sehr, möchte alles richtig machen. Trotzdem hat er große Schwierigkeiten im täglichen Alltag bei der Handhabung der Zuckerkrankheit seines Konradin. Das Aufziehen der Spritzen, Berechnen der Broteinheiten und vieles mehr sind für ihn jedes Mal aufs Neue eine fast unlösbare Herausforderung. Aber er ist nicht alleine – unsere Nanny steht ihm zur Seite, bis er sich den selbständigen Umgang mit der Krankheit von Konradin zutraut.
Ein Herz für Tiere
Rasmus ist 8 Jahre alt und hat seit 2 Jahren einen Typ-1 Diabetes. Er würde gerne nach der Schule wie viele andere Kinder seiner Klasse auch eine Kinderfarm besuchen um sich dort um die Tiere kümmern. Die Mitarbeiter der Kinderfarm haben große Bedenken, Rasmus könnte im Rahmen seiner Erkrankung etwas passieren und sie falsch reagieren und wünschen sich mehr Aufklärung über die Zuckerkrankheit. Die alleinerziehende Mutter von Rasmus traut sich das nicht zu. Sie leidet unter akuter schwerer Depression und ist selbst in Behandlung. Unsere Diabetes-Nanny übernimmt die Schulung der Mitarbeiter und übt mit dem Jungen das Insulinspritzen und die Berechung der Mahlzeiten an den Nachmittagen, so dass Rasmus „seine“ Tiere jetzt unbeschwert besuchen kann.
Viele unbekannte Sprachen für Klein Pia
Die kleine Pia musste bereits viele familiäre Veränderungen erleben. Kurz nach ihrer Geburt trennt sich ihre Mutter und heiratet bald wieder. Mit 4 Jahren wird bei Pia Diabetes entdeckt. Pias Mutter kommt mit dieser neuen Herausforderung nicht zurecht, denn die marokkanische Familie ihres neuen Mannes ignoriert die Erkrankung von Pia und akzeptiert diese Alltagsveränderung nicht. Der leibliche Vater von Pia befürchtet, dass seine Tochter nicht gut versorgt wird und erwirkt daher beim Jugendamt das Sorgerecht für Pia. Da er selbst beruflich sehr eingespannt ist, soll sich tagsüber seine Mutter um das Mädchen kümmern. Hier gibt es sprachliche Probleme, da die Oma aus Polen stammt und schlecht deutsch spricht. Unsere Diabetes-Nanny organisiert einen Ganztagskindergarten für Pia, schult die Mitarbeiter und unterstützt die Großmutter bei der häuslichen Diabetesführung.
Nino gegen den Rest der Welt
Nino möchte kein Diabetes haben. Dem 14jährigen Jungen fällt es schwer, die Erkrankung zu akzeptieren und auch seine Eltern können mit der Zuckerkrankheit ihres Sohnes nicht so recht umgehen und ihn unterstützen. Bei einem Krankenhausaufenthalt läuft Nino verzweifelt davon und muss von der Polizei gesucht werden. Eine unserer Diabetes-Nanny kann Nino in Gesprächen überzeugen, doch noch eine Schulung mitzumachen, die Behandlung zu lernen und sich dem Diabetes zu stellen. Wir hoffen, dass es ihm gelingen wird.
Schuldenlöcher stopfen statt Insulin
Oskars Mutter wird über Nacht von ihrem Mann verlassen, er setzt sich unbekannt ins Ausland ab. Sie bleibt zurück mit 4 Kindern, einem Pflegekind und einem enormen Schuldenberg. Die Mutter meldet sich bei sämtlichen Versicherungen ab, um mit den so ersparten Beiträgen die immer größer werdenden Schuldenlöcher zu stopfen. Die ärztliche Betreuung und medizinische Versorgung des zuckerkranken 9-jährigen Oskars mit den lebensnotwendigen Hilfsmitteln und dem Insulin ist nicht mehr vorhanden Eine Elterninitiative hilft im Auftrag unserer Stiftung der Familie. Durch vielzählige Gespräche – wie z.B. mit der betreuenden Kinderärztin, der Apotheke, Sozial- und Jugendämtern – kann die akute Situation entschärft werden.
Kevin ohne Kindergarten-Freunde
Der kleine Kevin war bereits zwei Jahre im Kindergarten, als er im April an Diabetes erkrankt. Von einer Minute auf die andere darf er nicht mehr in „seinen“ Kindergarten kommen, da die Betreuerin im Kindergarten die Verantwortung nicht übernehmen wollen.
Zu seiner Traurigkeit über seine Erkrankung kommt jetzt noch die für ihn unvorstellbare Tatsache, seine Kindergartenfreunde nicht mehr sehen zu können, nicht mehr mit ihnen spielen zu dürfen.
Unsere Nanny geht in den Kindergarten, spricht mit den Betreuerinnen, informiert sie über den Diabetes bei Kindern und deren Handhabung – mit Erfolg. Kevin darf wieder stundenweise am Kindergartenleben teilnehmen. Gleichzeitig betreut unsere Nanny auch noch die Familie von Kevin, denn auch innerhalb der Familie herrschen schwierige Verhältnisse aufgrund sozialer Probleme.
Maßgeschneidertes von Jessica
Die 14-jährige Jessica hat sich selbst in die Kinderklinik eingewiesen, weil sie sich nicht gut fühlte. Ganz schnell wird unserer Nanny auch klar warum: Jessica muss sich nicht nur um sich, sondern auch um den Haushalt, ihre kleine Schwester und vor allem auch um ihr Mutter kümmern. Diese ist nicht in der Lage, alles zu meistern, da sie sich spirituell an höhere Gewalten orientiert. Unsere Nanny motiviert Jessica, dass diese trotz allem, zu den ganzen Belastungen dazu, ihr Traumpraktikum als Hut-Designerin beginnt. Ihre maßgeschneiderten - von Hand genähten – Hüte werden sogar sofort verkauf. Das motiviert Jessica unglaublich!
Zweimal ist einmal zuviel
Anja ist 10 Jahre alt und das Nesthäkchen. Als sie jetzt an Diabetes erkrankt, ist die Mutter am Boden zerstört, denn Anjas große, 20-jährige Schwester bekam auch mit 10 Jahren Diabetes! Schon damals hatte die betroffene Mutter große Akzeptanzprobleme und konnte sich nicht damit abfinden – und jetzt das Ganz nochmals. Alle Ängste und Sorgen sind wieder da, zum zweiten Mal diese Belastung. Unsere Nanny unterstützt die betroffene Mutter, mit der Situation fertig zu werden und zur nötigen Ruhe zu kommen.
Unterstützung für eine Geburt ohne Sorgen
Die junge, schwangere Mutter der kleinen 2-jährigen Sophie, die seit ihrem 8. Lebensmonat an Diabetes erkrankt ist, bittet über ihren Kinderarzt die Stiftung um Hilfe und Unterstützung. Ihr größter Wunsch ist es, dass ihr Mann bei der Geburt des 2. Kindes dabei ist. Sie weiß aber auch, dass die kleine Sophie auch in dieser Zeit medizinisch versorgt werden muss. Unsere Nanny betreut das kleine Mädchen mehrmals wöchentlich vor dem Geburtstermin der Mutter, damit die Kleine am Entbindungstag, wenn beide Eltern abwesend sind, seine Versorgung durch die Nanny auch annimmt. Es klappt wunderbar! Die glücklichen Eltern kommen nach einer sorgenfreien Geburt mit einem kleinen Jungen im Arm nach Hause.
Langersehnte Verschnaufpause
Die betroffene Mutter von Sebastian ist durch ihren Scheidungskrieg und die plötzliche Erkrankung ihres Sohnes an Diabetes total erschöpft und kraftlos. Mit Unterstützung unserer Stiftung wird sie zum Stärken ihrer Kräfte und zum Verschnaufen übers Wochenende zur Erholung geschickt. Sebastian wird zwar in dieser Zeit von der Großmutter betreut, diese kann ihm aber weder den Blutzucker messen, noch traut sie sich, ihm die notwendigen Spritzen zu setzen. Unsre Nanny fährt zwei Mal täglich zu Sebastian nach Hause und übernimmt die Versorgung und Betreuung, sodass die Mutter ohne Ängste ihre wenigen freien Stunden genießen kann.
Erster Schultag ohne strahlende Augen
Der 7-jahrige David ist das zweitjüngste von 5 Kindern einer allein erziehenden Mutter und er ist seit 2 Jahren zuckerkrank. Die ersten Schultage sind sehr spannend und aufregend, aber David kann sie nicht so richtig genießen wie seine Klassenkameraden. Denn seine Blutzuckerwerte spielen verrückt und die Lehrerin ist mit der Situation vollkommen überfordert. Auch Davids Mutter ist dem neuen Problem nicht gewachsen. Unsere Nanny spricht ausführlich mit der verunsicherten Lehrerin bis diese zuversichtlich ist und sich bereit erklärt, sich Davids anzunehmen, bis sich die Blutzuckerwerte auf den neuen Alltag eingespielt haben.
Sorgenvolles Heimkind
Meike ist ein 13-jähriges, zuckerkrankes Mädchen, das seit Jahren im Heim lebt. Sie wird von unserer Nanny nicht nur ihres Diabetes wegen betreut, sondern auch seelisch, da sie sich alleine fühlt, verlassen und sich seit ihrer Erkrankung völlig zurückzieht und isoliert. Unsere Nanny spricht mit den Erziehern, Lehrern und versucht auch die Kontakte zu den anderen Heimkindern und Mitschülerinnen wieder herzustellen.
Unsicherheit in der neuen Heimat Deutschland
Die kleine 5-jährige Summer aus Amerika wohnt seit kurzem mit ihren 2 Geschwistern und ihren Eltern in Deutschland. Vieles ist neu, auch im Bezug auf den Diabetes. Unsere Nanny, selbst betroffene Mutter, unterstützt die Familie in vielen Bereichen, z.B. beim Auswählen der Nahrungsmittel und ist der amerikanischen Mutter auch eine große psychische Stütze in der ersten Zeit des neuen Alltages in der Fremde.
Svenja und Conni – ein starkes Team
Svenja ist 8 Jahre, zuckerkrank und sehr zurückhaltend in der Schule. Sie tauscht – um Freundschaften zu gewinnen – gerne ihr Pausenbrot und verschenkt an die anderen Klassenkameraden ihren Traubenzucker. Das kann fatale Folgen haben für Svenja. Deshalb erfahren, in Übereinstimmung mit der Lehrerin, die Schulkinder auf spielerische Art von unserer Nanny über den Diabetes bei Svenja. Als Begleitung und Unterstützung hat unsere Nanny ihre „zuckerkranke“ Handpuppe Conni dabei, die „erzählt“, wie wichtig der eigene Traubenzucker und das eigene Pausenbrot für eine zuckerkranke Puppe oder auch für ein zuckerkrankes Kind sind. So verstehen die Klassenkameraden die Situation von Svenja, ohne dass diese Mittelpunkt der Schulstunde ist.
Ein neues Zuhause für Stefanie
Viele Monate haben die 14-jährige, zuckerkranke Stefanie und ihre Mutter versucht, die verschiedensten Probleme, die sie miteinander hatten, „in den Griff“ zu bekommen. Vergeblich, leider. Als die Unterbringung in einer stationären Jugendhilfe unumgänglich ist, begleitet unsere Nanny Mutter und Tochter auf der Fahrt zu Stefanies neuem Zuhause.
Hürden bei der Suche einer Tagesmutter
Maxie ist 7 Jahre alt, in der 1. Klasse – und zuckerkrank. Da beide Eltern berufstätig sind braucht Maxi eine Tagesmutter. Die erste Tagesmutter verlässt die Familie, da sie ihre große Unsicherheit und die Ängste bei der BE-Berechnung und Einheiten-Berechnung nicht überwinden kann. Die zweite Tagesmutter wird durch die Unterstützung und Hilfe unserer Nanny schnell sicher beim Messen, Spritzen und im täglichen Umgang mit der „kranken“ Maxie.
Kindsein ohne Kindheit
Der 3-jährige, zuckerkranke russische Leonhard wird von den Großeltern großgezogen, da diese die Erziehung der noch sehr jungen, 21-jährigen Mutter des Kindes nicht zutrauen. Die Großmutter akzeptiert aber die Erkrankung ihres Enkelkindes nicht, ignoriert sie, gibt dem Kleinen weiterhin ohne Berechnung Schokolade, Cola und Brot. Auch das lebensnotwendige Spritzen lehnt sie ab. Unsere Nannys betreut die Familie und versucht die Versorgung von Leonhard innerhalb der Familienangehörigen zu verbessern. Leider sprechen die Großeltern kein Deutsch und verstehen auch kein Deutsch, was den Einsatz unserer Nanny sehr erschwert. Leonhard und seine Mutter ziehen nach einiger Zeit in ein eigenes Zuhause und unsere Nanny verspricht, dass die Mutter sie jederzeit weiterhin um Hilfe und Ratschläge bitten darf.
Geschäftsreise ohne Diabetes-Angst
Die Eltern von Jana (seit 9 Jahren Diabetes) und Sven (seit 1 Jahr Diabetes) müssen dienstlich verreisen und haben akute Angst, ihre beiden zuckerkranken Kinder alleine zuhause zu lassen. Vor allem haben sie große Angst vor einer gefährlichen Überzuckerung ihrer 14-jährigen Jana, die diese beim letzten Mal als sie alleine daheim war, hatte. Damals hatte Jana nämlich einfach ihren Diabetes „vergessen“ und musste als Notfall in die Klinik eingewiesen werden. Dieses Mal kümmert sich unsere Nanny in der Abwesenheit der Eltern mehrmals täglich um die Kinder und die Eltern kommen beruhigt nach der Geschäftsreise wieder nach Hause.
Ein langer Weg mit Timm
Mein Einsatz bei dem 16-jährigen Timm aus Leverkusen, gestaltete sich anfangs schwierig. Timm ist seit 4,5 Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankt und hat sich bisher noch nicht daran gewöhnt. Inzwischen ist er sehr antriebslos und hat kaum Freunde, die meiste Zeit verbringt er zu Hause vor seinem Computer.
Eine Diabetologin am Klinikum Leverkusen bat mich, diesen Fall zu übernehmen.
Timm hat seit Wochen hohe BZ-Werte und Aceton im Urin, dies ist immer Ausdruck einer schlechten Stoffwechsellage, bei der es zu einer Keto-Azidose kommen kann; daher war Timm schon länger nicht mehr in der Schule (Der Hba1c-Wert lag bei 9,8).
Bei meinem ersten Besuch war Timm zurückhaltend und redete wenig. Auf meiner Suche nach der Ursache für die schlechten Werte, stellte sich heraus, dass Timm meistens zu wenig BEs gegessen und diese schlecht über den Tag verteilt hat. Der Körper musste dann an seine Fettreserven gehen, um den Tagesbedarf zu decken, dadurch entstanden Aceton-Körper.
Bei meinen wöchentlichen Besuchen veränderten wir Timm Plan, indem wir die BE-Zufuhr und nach Rücksprache mit der Klinik auch die Insulin-Menge erhöhten. Von Woche zu Woche bemerkte ich an Timm eine Veränderung, er öffnete sich und wurde deutlich kooperativer, meine Besuche taten ihm sichtlich gut.
Das Aceton verschwand, nur die BZ-Werte waren weiterhin hoch, dies kann man wohl auf die mangelnde Bewegung zurückführen. Doch meine Ermutigung mehr für sich zu tun, wurden noch nicht umgesetzt. Dann folgte ein Rückschlag: Timm hat keinen Praktikumsplatz gefunden. Daraufhin wurde er wieder verschlossener, so dass ich meinen Einsatz schon wegen mangelnder Zusammenarbeit beenden wollte.
Doch bei unserem gemeinsamen Termin in der Diabetes Sprechstunde der Diabetologin, sah ich dann die positive Veränderung, der Hba1c-Wert ist auf 8,8 gesunken und auch Timm äußerte, dass ihm meine Besuche helfen.
Nach den beschriebenen Schwierigkeiten hat meine Betreuung am Ende ein positives und erfreuliches Resultat gezeigt. Nun gilt es auf die bisher erreichten Erfolge aufzubauen und Timm nicht aufgrund der momentanen Schwierigkeiten in die Situation vor der Betreuung zurückfallen zu lassen.
Daher bin ich dankbar, dass ich als Diabetes-Nanny der Stiftung Dianiño die Möglichkeit habe, ihn nochmals 4 Wochen weiter zu begleiten, um ihm aus dieser Situation zu helfen und die Stoffwechsellage noch weiter zu verbessern und seine erlernte Sicherheit im Umgang mit seiner Krankheit zu erhalten und noch weiter zu festigen.