Unsere Dianiño Diabetes-Nannies

Das Dianiño Diabetes-Nanny-Projekt ist die zentrale Hilfeleistung der Stiftung Dianiño.
Das europaweit einmalige Projekt wurde 2006 in Baden-Württemberg eingeführt und hat sich dank vieler Spenden bis 2010 auf 13 Bundesländern ausgeweitet. Seit 2011 ist das Dianiño Diabetes-Nanny-Projekt flächendeckend in Deutschland vertreten.

Eine Dianiño Diabetes-Nanny sucht die Familie auf, wenn durch Krisen, Probleme oder Notfälle die Versorgung und Betreuung des erkrankten Kindes nicht mehr gewährleistet ist.
Die Arbeit der Dianiño Nanny befasst sich hauptsächlich mit der Gesamtlage der Familie. Sie unterstützt die Familie bei der Blutzuckermessung oder Insulininjektion, wenn diesbezüglich noch Angst oder Unsicherheit herrscht. Ebenso tritt sie mit Institutionen wie Kindergarten, Hort, Schule oder Ausbildungsplatz in Verbindung, um den Betreuern die Krankheit und den Umgang mit ihr zu erklären.

Vor allem besondere Ereignisse (Geburt eines Geschwisters), schwere Belastungen (Krankheit, Tod oder Trennung der Eltern) oder soziale Notlagen (Arbeitslosigkeit, Verschuldung) können die Diabetesbehandlung zu Hause stark beeinträchtigen und Kinder und Eltern in eine verzweifelte Lage bringen.

In solchen Fällen kann unser Engagement Kinder mit Diabetes vor schlimmen Folgen ihrer Erkrankung bewahren und weiteres Leid verhindern.
Die Dianiño Diabetes-Nannies sind im Umgang mit zuckerkranken Kindern sehr erfahren. Sie sind als Ergänzung der Diabetes-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen gedacht. Sie arbeiten in enger Kooperation mit dem betreuenden Diabetes-Team und kommen auf Anfrage des Kinderarztes und mit Einwilligung der betroffenen Familie zum Einsatz.

"Ich finde das Dianiño Diabetes-Nanny-Projekt so nutzbringend und sinnvoll, weil es Hilfe in der Familie, also am Ort des Geschehens in der häuslichen Umgebung des Kindes bietet. Immer wieder passiert es, dass Dinge erst auffallen, wenn jemand in der Familie vor Ort war und gesehen hat, woran es hapert und wo die Probleme wirklich sind. Wir bekommen Einblicke in die soziale Situation des Kindes, die wir im Rahmen von Ambulanzbesuchen niemals bekommen hätten und können daraus weitere Hilfeleistungen ableiten"

Frau Dr. Antje Herbst
Kinderdiabetologin DDG, Kinderklinik Leverkusen