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28. September 2011

Eine Nanny berichtet über das erste Fortbildungsseminar

am 9.September 2011 war es endlich soweit! Insgesamt  50 (ehrenamtliche) freiwillige Nannies und „Nannos“ aus ganz Deutschland trafen sich in Frankfurt am Main, um gemeinsam die nächsten 2 Tage mit dem Team um Frau Pfaff, der Gründerin der Stiftung Dianiño und einigen Fach-Referenten zu verbringen.
Allein das Aufeinandertreffen und der Erfahrungsaustausch von und mit Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit Diabetes verbunden sind war spannend  -   DiabetesberaterInnen,  Kinderkrankenschwestern, Eltern eines betroffenen Kindes oder auch Selbstbetroffene, die Familien mit insulinpflichtigen Kindern und Jugendlichen dabei helfen möchten, Probleme im Alltag, in der Kita, in der Schule oder in akuten Notfällen zu lindern oder sogar zu lösen.

Los ging es am Freitagnachmittag mit diversen Informationen rund um die Stiftung, deren Ziele, Aufgaben und Aktivitäten. Anschließend lernten wir viele gesetzliche Grundlagen kennen, die Familien in schwierigen Situationen in Anspruch nehmen könnten, wenn sie davon wüssten. Zwei Workshops mit den Themen „Hilfe für Familien mit Diabetes in schweren Situationen“ und „Information und Schulung von Betreuern durch Diabetes-Nanny“ rundeten den ersten interessanten Tag ab.

Am Samstag erfuhren wir zunächst mehr zu den Rahmenbedingungen und zur Schweigepflicht bei Einsätzen, außerdem bekamen wir eine umfassende Einführung in die Gesprächsführung mit Eltern, damit wir auch für ungeahnte Situationen und unbekannte Verhältnisse gewappnet sind. Sehr spannend waren im Anschluss die Erzählungen über Möglichkeiten und Grenzen von Nannyeinsätzen, aus Sicht und anhand von Beispielen eines Kinderarztes und einer Diabetesberaterin. Diese teilweise sehr traurigen Schicksale und Geschichten haben uns wieder bewusst gemacht, dass es für uns eine richtige Entscheidung war,  sich ehrenamtlich als Nanny zu engagieren und wie wichtig das Angebot einer Nanny für viele Familien ist – unbürokratisch, extrem schnell akut, kostenlos, kindzentriert!


Der Bedarf ist auf jeden Fall gegeben, v.a. da die betroffenen Kinder immer jünger werden und somit meist komplett hilfsbedürftig sind. Voraussetzung ist allerdings, dass das betreuende Diabetesteam den Anstoß gibt, einen Bedarf, ein Problem in der Familie erkennt, oder sich die Familie mit Problemen – zu Hause oder im sozialen Umfeld – vertrauensvoll an das Team wendet.

Bittel helfen auch Sie dabei, die Stiftung bekannt zu machen oder haben Sie Dianiño im Kopf, falls Ihnen ein Fall bekannt werden sollte und Sie denken, dass eine Nanny bzw. ein Nanno weiterhelfen könnte!

Vielen Dank, auch im Namen der Familien! Dianiño – Kind sein. Trotz Diabetes.  

P.S. Vielleicht fühlen Sie sich nach dem kleinen Bericht selbst angesprochen, finden sich in der ein oder anderen Lage wieder oder aber kennen jemanden, den der Besuch einer Diabetesnanny  entlasten würde? Bei Interesse wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihr Diabetesteam!

Dianiño  – Kind sein. Trotz Diabetes.